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Der kleine blinde Pekinese Leon erzählt Erlebnisse aus seinem täglichen Leben

Mein Tagebuch ...

87. Teil - September 2010

 

 

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1. September 2010

 

Während ich hier vor mich hindöste, wurde es von Jetzt auf Gleich "September". Ja, ich glaube es kaum, es ist schon wieder so weit, wir haben September und der Sommer liegt praktisch bereits hinter uns. Hoffentlich bekommen wir in diesem Jahr einen schönen Herbst, damit wir viele Spaziergänge zusammen mit Herrchen und Frauchen machen können.

 

Frauchen meint natürlich bei dem Thema gleich wieder "in 3,5 Monaten ist Weihnachten!!!!". Im Augenblick würde ich lieber noch ein bisschen Sommer und Herbst genießen. Doch wenn ich es mir recht überlege, der kommende Winter könnte ganz lustig werden, denn Frauchen hat sich verliebt ... - in einen, wie es sagt, supertollen Schlitten, den es für Molly und mich kaufen will. Na, da sehen wir doch dem Herbst und Winter gerne entgegen, denn jede Jahreszeit hat ihre schönen Seiten.

 

Ich ging gegen 2:00 Uhr schlafen und erwachte in der vorgerückten Früh, weil mich Frauchen knuddelte. Es brachte Molly und mich in den Garten und holte uns erst wieder ins Haus, als Molly um Einlass bellte. Selbstverständlich gab es Frühstück auf der Terrasse!

 

Nachmittags machten Herrchen, Frauchen, Molly und ich uns auf, eine große Runde im Nutscheid zu drehen. Es wurde ein sehr schöner Spaziergang. Bei einer kurzen Erholungspause von Molly und mir im Hundewagen, meinte Herrchen, "Mr. Pampers chillt in der Relax-Box". Ein kleines Picknick gab es zwischendurch mit einem, wie Frauchen behauptete, traumhaft schönen Ausblick übers Land.

 

 

Wieder zu Hause, düste Frauchen noch mal kurz nach drüben zu den Nachbarinnen und hielt sich dort eine Weile auf. Der Nackedei-Kater von unseren Nachbarn muss unterwegs gewesen sein, sehr zum Leidwesen der Nachbarn, denn er holt sich angeblich die Vögel. Mehrmals muss er dabei gesichtet worden sein. Frauchen meint auch, dies sei, auch wenn es zu seiner Natur gehöre, nicht schön. Denn alle füttern hier die Vögel durch den Winter, damit sie überleben und nicht um von einer Katze getötet zu werden. Darum haben wir auch eine Katzen-Voliere, damit einerseits unseren Cats nichts geschieht und andererseits sie nichts anstellen können.

 

Wir verbrachten noch einen gemütlichen Abend im Wohnzimmer. Nun habe ich mich ins Büro abgesetzt und gedenke, mal ein Schläfchen in meiner Firstsuite abzuhalten, bevor ich schlafen gehe.

 

2. September 2010

 

Wir frühstückten auf der Terrasse und blieben gleich fast den ganzen Tag im Garten, denn Herrchen und Frauchen fielen praktisch vom Frühstückstisch in den Terrassengarten. Frauchen kümmerte sich um das optische Aussehen des Katzen-Dschungels und Herrchen säuberte die beiden Springbrunnenbecken und danach eine Hauswand sowie den gepflasterten Boden und unsere Mauern. Später ließ Frauchen uns alleine, weil es zum Kaffee mit Paulis Frauchen und dem der verstorbenen Susi verabredet war. Putzmunter kehrte es eine Weile später heim.

 

Am Abend fuhren Herrchen, Frauchen, Molly und ich zum Plateau. Es nieselte leicht, deshalb hielten wir uns nicht allzu lange auf und fuhren bald wieder heim. Zu Hause kuschelten Molly und ich mit Frauchen auf der Couch. Sina schien sich ebenfalls anzuschließen, denn sie moserte auf Frauchens Schoss herum, weil Frauchen nicht so wollte wie Sina. Ich glaube, Frauchen freut sich zwar einerseits darüber wie positiv Sina sich entwickelt hat, andererseits kann die kleine dicke Prinzessin doch wohl auch ganz schön anspruchsvoll und nervig sein. Frauchen sagte einmal, Sina würde zwar fast nie ihre Krallen einsetzen, dafür jedoch ihre Beißerchen.

 

Der letzte Gang in den Garten gestaltete sich wie immer ... - Molly und ich taten, was wir immer tun, und Frauchen sammelte fleißig Schnecken. Frauchen sagt, es habe festgestellt, ein Großteil der Schnecken, die es auf der gegenüberliegenden Wiese unseres Hauses aussetzt, würde dort herum kriechen, wenn es die nächste Fuhre "Verwandte" bringe.

 

Mittlerweile bin ich ins Büro gewechselt und werde es mir hier noch eine Zeit gut gehen lassen bevor ich schlafen gehe.

 

3. September 2010

 

Richtig gut ausgeschlafen erwachte ich am Morgen. Frauchen marschierte mit Molly und mir in den Garten, in dem mir die Sonne auf den Pelz schien. Es war recht angenehm, nicht zu warm und vor allem, es regnete nicht. Klar, dass wir auf der Terrasse frühstückten.

 

 

Nach dem Frühstück holte Frauchen den Dremel heraus und machte richtig ekeligen Krach. Irgendwas, das mal durchgebrochen war, hatte Frauchen mit Paste zusammengeflickt und musste nun geschliffen und angepinselt werden. Herrchen verließ uns während Frauchens kreativer Phase und schwang sich aufs Rad.

 

Nachmittags ging Frauchen kurz mit mir hinters Haus ins kleine Wäldchen. Ich erledigte mein Geschäft rasch, denn Molly war "allein zu Haus".

Gegen Abend kehrte Herrchen von seiner Fahrradtour heim und berichtete Frauchen von seinem Ausflug jedes einzelne Detail.

 

Ich freue mich nun auf einen gemütlichen Fernsehabend ....

 

4. September 2010

 

Heute war ein schöner Tag. Beim Frühstück beschlossen Herrchen und Frauchen zusammen mit Molly und mir einen großen Spaziergang im Wald zu machen. Mittags fuhren wir in den Nutscheid und liefen etwas drei Stunden mit kurzen Unterbrechungen.

 

 

Erst am späten Nachmittag kehrten wir nach Hause zurück. Molly und ich bekamen noch etwas zu futtern und dann hörte ich gerade noch Molly schnarchen, bevor ich selbst einschlief.

 

Es gab noch einen langen Fernsehabend, von dem ich jedoch den größten Teil verschlief. Sissy gesellte sich zu mir und es hätte nicht viel gefehlt und sie hätte mit mir gekuschelt.

 

 

5. September 2010

 

Ich bin tierisch müde und verschwinde jetzt ins Bett, immerhin ist es schon 2:00 Uhr. Gute Nacht liebes Tagebuch!

 

Nachdem ich so spät bzw. früh ins Bett gekommen war, durfte ich entsprechend lange ausschlafen. Beim Frühstück auf der Terrasse störten uns alle die Wespen, die sich bisher zwar zurückgehalten hatten, jedoch nun doch noch zum großen "Hallali" auf unseren Frühstücktisch blasen.

 

Mittags war Frauchen mit dem Frauchen von Paul verabredet. Die Beiden besuchten ein Dorffest in der Nähe. Frauchen kehrte am späten Nachmittag zurück und war guter Laune.

 

Herrchen fuhr alleine mit mir in den Wald. Wir liefen eine große Runde und es machte mir richtig Spaß.

 

Abends lagen Molly und ich auf der Couch, neben uns Frauchen und Sina. Irgendwann motzte Molly mit mir herum und siehe da, unser Prinzesschen regte sich künstlich auf, brummte und fauchte was das Zeug hielt. Ups! Soll das heißen, die mollige Sardine gibt hier fortan den Ton im Haus an und verbietet zukünftige Streitereien unter den Mitbewohnern? Erst kürzlich hat sie sich doch tatsächlich morgens mit Molly angelegt. Molly wollte zu Frauchen ins Bad, dazu musste sie an Sina vorbei. Gut, ich vermute  mal, Molly raste den Flur entlang und düste demnach auf Sina, die in der Badezimmertüre stand, zu. Später sagte Frauchen, Molly sei an Sina vorbeigelaufen und Sina habe ihr eins auf den Hintern gegeben. Ich hörte Molly wütend aufbellen und im nächsten Augenblick gab es "Hi-Life" im Flur ... - zorniges Gekläff von Molly und lautes Fauchen von Sina und das Gebrüll von Frauchen, was die beiden Streithühner zur Ordnung pfiff.

 

Nun werde ich das Büro aufsuchen, mir ein schönes Plätzchen zum Schlummern suchen und darauf warten, dass Herrchen und Frauchen ins Bett abwandern.

 

6. September 2010

 

Nach dem Frühstück fuhren Herrchen und Frauchen mit Molly und mir in den Wald. Wir liefen bei herbstlichem Sonnenschein eine große Runde.

 

Bilder folgen!

 

Der Spaziergang machte jede Menge Spaß und als wir wieder zu Hause waren, fiel ich stehender Pfote um und schlief ein. Auch Frauchen verdrückte sich ins Bett, weil es dummerweise Kopfweh verspürte. Molly gesellte sich zu Frauchen und Sissy kümmerte sich hingebungsvoll um Frauchen, das meinte, Sissy sei die zweite Mutter Theresa in unserer Familie. Die erste war "Cosima", meine einstige große Liebe, die leider vor Jahren verstorben ist.

 

So verging der Abend schnell und die Nacht kam ....

 

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